Team | rally driver – German Rally Driver in WRC, ERC, ERT and National Rallyes

Team

Raffael Sulzinger | Rally Driver

Ehrgeiz | Emotionen | Leidenschaft | Ziele

"Ich war bereits im Kinderwagen mit an der Strecke. Solange ein Auto zu sehen oder zu hören war, durfte mich niemand beim Zuschauen stören. Die bekannten Fahrer waren für mich ganz besondere Menschen, Stars, fast schon surreal. Es war immer ein Traum von mir, mal so zu werden. Nun bin ich selbst seit einigen Jahren im internationalen Motorsport aktiv, konnte Siege und Titel einfahren. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit dazu haben. Auch wenn es immer ein Kampf ist, neue Projekte zu realisieren und viele Dinge nicht immer fair ablaufen. Der Motorsport/das Rallyefahren ist für mich kein Hobby, es ist eine Lebenseinstellung und ich habe noch viele Träume die zu Zielen werden sollen." (Raffael Sulzinger)

Rallye Kalender 2016

31. Fuchs Rally Velenje (SLO)

Die nordslowenische Stadt Velenje zwischen Graz, Ljubljana und Zagreb ist Austragungsort des Saison-Auftakts der FIA Central Rally Trophy. 11 Wertungsprüfungen über 150km stehen auf dem Programm. Die Längste mit über 20 Kilometern in der bergigen Region, mit unzähligen Kurven und zum Teil extrem rutschigen Asphalt.

44. Rallye Ceský Krumlov (CZE)

Neben dem Serviceplatz und Super Special Stage mitten in Budweis und dem Showstart/Zieleinlauf in Krummau an der Moldau eine der bestbesuchten Veranstaltungen der Saison. Die schnellen, anspruchsvollen Wertungsprüfungen schlängeln sich bis an die österreichische Grenze. Nicht nur wegen der vielen Bodenwellen hat es diese Rallye in sich meist auch Regen und Nebel.

42. INA Delta Rally (HRV)

Für die Super Special Stage am Freitagabend wird eine 4-spurige Hauptstraße mitten in der Hauptstadt Kroatiens gesperrt mit Fernseh-Live-Übertragung! Der Service befindet sich direkt nebenan, die Wertungsprüfungen in den umliegenden Bergen. Schnell, bergauf, bergab, breit, eng, wellig, rutschiger Asphalt alles dabei. UND: 2x 72km WP ohne Service!

 

Weiz Rallye (AUT)

Über 192km Wertungsprüfung in den Bergen der Südsteiermark warten auf die Teilnehmer. Viele cut’s sorgen für Rallye-Feeling-Pur und der ebenfalls teilweise sehr rutschige Asphalt machen die kurvenreichen Strecken mit den vielen Kehren noch anspruchsvoller. Auf den Zuschauerrundkursen gibt’s Action satt und zum Teil Sichtweiten von unter 30 Metern auf den Schotterstücken.

43. Croatia Rally (HRV)

Der ehemalige FIA ERC Lauf mit 185 WP-Kilometern in Istrien gehört mit zu den anspruchsvollsten Veranstaltungen im Kalender. Hier gibt es quasi nichts, dass das Cutten verhindert. Viel Schmutz, zum Teil wieder sehr rutschiger Asphalt und absolut selektive Wertungsprüfungen mit richtig schnellen, aber dennoch kurvigen Passagen. Der Serviceplatz direkt am Hafen von Porec ist eine Schau.

53. ADAC-3-Städte Rallye (GER)

Das Finale der Deutschen Rallye Meisterschaft. Einst zwischen Plattling, Straubing und Regensburg daheim, zog sie mit Zwischenstopp in Passau ins Rottaler Bäderdreick bei Bad Füssing/Pocking. Schnelle Wertungsprüfungen, zumeist regnerisches Wetter und ein üppiges Teilnehmerfeld – es wird auch das Finale zum Mitropa Rally Cup dort ausgetragen – sorgen nochmals für Action Ende Oktober.

19. Int. ADMV Lausitz Rallye (GER)

Der letzte Lauf zur FIA Central Rally Trophy findet im äußersten Osten von Deutschland statt und auf Schotter. Die 180 km Wertungsprüfungen aufgeteilt auf Waldwege und Tagebaugebiete, ähneln teilweise einer Art Mondlandschaft und bieten alles was das Rallye-Herz begehrt. Neu in 2016 ist ein 30km Asphalt-Rundkurs wobei den Teilnehmer die Reifenwahl freigestellt ist. Schotterfahrwerk bleibt.

36. Int. Rally Waldviertel (AUT)

Das Finale aller FIA Rally Trophy’s – FIA Central Rally Trophy Final – findet im österreichischen Waldviertel Stadt. Am Freitag ist die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten Dreh- und Angelpunkt inkl. ORF-Live-Übertragung. Am Samstag geht’s in den Norden. Anspruchsvolle Schotterstrecken mit zum Teil bis zu 50% Asphaltanteil machen nicht nur die Reifenwahl schwierig.

Die Fahrzeuge 2016

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Ford Fiesta R2

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Fahrzeugkategorie: R2 | ein reinrassiges Rennauto mit Frontantrieb nach FIA Homologation

Modell: Ford Fiesta 1.6l Sport mit Rallye-Komplett-Kit vom Ford-Werksteam "M-Sport"

Motor: 1.6l Saugmotor, ca. 175PS, Drehzahl 8.500 U/min

Getriebe: sequentiell 5-Gang (Sadev)

Fahrwerk: mehrfach einstellbar (Reiger)

Bremse: 4-Kolben-Renn-Bremsanlage, hydraulische Handbremse

Neupreis: ca. € 55.000,- (zzgl. MwSt.)

2

Ford Fiesta R5evo

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Fahrzeugkategorie: R5 | Hightech-Rennwagen mit Allradantrieb nach FIA Homologation

Modell: Ford Fiesta ST 1.6l Komplett-Umbau vom Ford-Werksteam "M-Sport"

Motor: 1.6l Turbomotor, knapp 300PS

Getriebe: sequentiell 5-Gang (Sadev)

Fahrwerk: zigfach einstellbar (Reiger)

Bremse: 6-Kolben-Renn-Bremsanlage, hydraulische Handbremse

Neupreis: ca. € 225.000,- (zzgl. MwSt.)

3

Ford Escort MK2 RS2000

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Fahrzeugkategorie: F (Historisch) | Slalomauto mit Heckantrieb umgebaut nach Histo-Reglement

Modell: Ford Escort MK2 RS2000 mit Weber Doppelvergaser und Blattfedern

Motor: 2.0l Saugmotor, ca. 175PS, Drehzahl 8.000 U/min

Getriebe: 4-Gang H-Schaltung (Ford Motorsport mit spezieller Hinterachse)

Fahrwerk: mehrfach einstellbar (Koni)

Bremse: 2-Kolben-Bremsanlage, Trommelbremse hinten

Zeitwert: mehrere zehntausend Euro

Team-Mitglieder

Motorsport Laufbahn

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Der Einstieg in den Motorsport

Seit jeher infiziert mit dem Motorsport-Virus vom Vater, begann die eigene Karriere mit Bobby-Car im elterlichen Wohnzimmer. Später folgte der Umstieg auf ein "Tretauto". Oma's Blumentöpfe eigneten sich dabei hervorragend, um im Hofplatz des Autohauses vom Großvater Slalom-Parcours aufzubauen... Sie war nicht gerade unglücklich darüber, als 1994 meine "motorisierte Karriere" im Go-Kart begann - wofür es dann andere Trainingsplätze und Hindernisse gab.

  • 1994: 1x Platz 1 und 2x Platz 2 (bei nur 4 Rennen)
  • 1995: 5. Platz Deutsche ADAC-Kart-Slalom-Meisterschaft
  • 1996 - 2003: mehrere Gesamtsiege, Vize- und Meistertitel

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Der Einstieg in den Automobil-Sport

Mit dem ADAC-Slalom-Super-Cup und den Slalom-Einsteiger-Meisterschaften im bayerischen Raum, war es möglich mit 16 Jahren in den Automobil-Sport einzusteigen.

  • 2002: ADAC-Slalom-Super-Cup Region Ost Platz 1 | Gesamtwertung Platz 3 (Opel Corsa "Slalom-Cup")
  • 2003: ADAC-Slalom-Super-Cup Region West Platz 2 | Gesamtwertung Platz 2 (Opel Corsa "Slalom-Cup") | Deutsches-Junioren-Finale Platz 7 (Honda Civic Type R) | Juniorenmeister Niederbayern und Städte-Slalom-Pokal (Ford Fiesta)
  • 2004: Juniorenmeister Niederbayern und Städte-Slalom-Pokal (Ford Fiesta Futura)
  • 2005 und 2006: Platz 2 Niederbayerische-Slalom-Meisterschaft und Städte-Slalom-Pokal (Ford Fiesta Futura)
  • 2007: mehrere Klassensiege (keine komplette Slalom-Meisterschaft - Ford Fiesta Futura)

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Die Infizierung mit dem Rallye-Virus

Die bisher größte internationale Rallye-Fahrer-Sichtung der Geschichte fand Anfang 2004 unter Leitung von Raimund Baumschlager und Armin Schwarz in Österreich statt. Unterstützt wurde das Ganze von REDBULL, Tricon, Michelin und Skoda. Mit Klaus Wicha und Timo Gottschalk saßen zwei absolute Profi-Beifahrer auf dem "heißen Sitz" der Teilnehmer. Runde 1 (VW Lupo "Cup") und 2 (Mitsubishi Lancer Evo 8 - nur die besten 100 Teilnehmer) fanden auf und um den Red-Bull-Ring statt. Vor dem Finale der besten 20 stand noch ein Fitness-Check in der "Red-Bull-Folterkammer" statt, ehe es mit Skoda Octavia WRC auf dem Erzberg zur Sache ging. Hier kam auch Walter Röhrl dazu und gab seine Einschätzung ab.

  • jüngster Teilnehmer im Top-20-Finale von über 400 Bewerbern aus 3 Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz)

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Der Einstieg in den Rallyesport

Im Team mit meinen Vereinskollegen Klaus Huber, Karl Schauer und meinem Vater Reinhard Sulzinger startete ich in der Südbayerischen ADAC-Rallyesprint-Team Meisterschaft. Dabei teilten wir uns den Ford Fiesta XR2i vom MSC Dreiburgenland.

  • 2005: mehrere Klassensiege und der Vizemeistertitel
  • 2006: mehrere Klassensiege und der Meistertitel

 

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Der nächste Schritt und wichtigste Moment

Platz 1 bei der "sport-auto-Suzuki-Rallye-Cup-Sichtung" in Paderborn unter 3 vorab ausgewählten Teilnehmern und unter Aufsicht von Niki Schelle. Preis war ein kostenloser Einsatz im Suzuki Swift "Cup" bei der ADAC-Rallye-Baden-Württemberg. Begleitet wurde die Sichtung sowie der Rallye-Einsatz vom Deutschen Sport Fernsehen (DSF), welches zusätzlich eine Homestory drehte - der 45-minütige Bericht läuft heute noch des öfteren auf SKY.

  • Platz 1 Südbayerische-Junioren-Rallye-Meisterschaft (Ford Escort 1,6)

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Der Einstieg in den "großen" Rallyesport

Auf "Anraten" vom zweifachen Weltmeister Walter Röhrl und Dank Unterstützung der Firma Mangertseder Holzbau, sowie dem Ford Autohaus Unrecht und Beifahrer Peter Spannbauer war der Aufstieg in einen Nachwuchs-Cup möglich. Der niegelnagelneue Ford Fiesta ST wurde dabei selbst eingesetzt und gewartet - ein Sprung ins kalte Wasser, aber der Beginn eines langfristigen Projektes im Rahmen der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft.

  • 2008: bester Rookie und Gesamtrang 3 in der Ford Fiesta ST Trophy (Ford Fiesta ST Gruppe N)
  • 2009: Vizemeister in der Trophy (2 Ausfälle + 3 Siege bei 5 Läufen | Fiesta ST Gruppe N)
  • 2010: Österreichischer Rallye Staatsmeister Division 3 (Ford Fiesta ST Gruppe N)

 

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Der Umstieg in die deutsche Top-Liga mit neuem Auto

Zum Saisonauftakt stand Anfang Januar der Start bei der Int. Jännerrallye - einem Lauf zum FIA European Rally Cup - auf der Agenda. Bei der ersten Eis-und Schnee-Rallye setzte man auf den Gruppe-N-Fiesta und günstige Spikereifen. Dennoch konnten 2-WD-Bestzeiten erzielt und der 2. Platz in dieser Wertung geholt werden. Gesamtrang 15 von 100 Teilnehmern! Mit dem Wechsel in die Deutsche Rallye Meisterschaft folgte auch der Wechsel auf die neue R2-Variante des Fiesta. Neben der fahrerischen Umstellung gab es auch für das Team viel zu lernen mit dem selbst aufgebauten Auto. Es stellte sich raus, dass der Fiesta den Mitbewerbern zwar im Bereich Motorleistung etwas nachsteht, dafür aber robuster ist.

  • Vizemeister "R2-Klasse" | Platz 4 2-WD-Wertung | Platz 7 Gesamtwertung in der Deutschen Rallye Meisterschaft (Ford Fiesta R2)

 

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Junioren-Titel in Deutschland und international aufgezeigt

Mit einem Mitsubishi Lancer Evo IX startete ich beim Auftakt zur FIA European Rally Trophy. Lediglich 5 Testkilometer auf Asphalt im Vorfeld und ein massiver Wintereinbruch zu Rallye. Trotz quasi 0 Erfahrung lag ich in den Top5, mitten unter den anwesenden Top-Stars. Ein Reifenschaden und knappes Budget verhinderten ein Top-Resultat. Anschließend sollte aufgrund meiner Leistungen einen Ford Fiesta Super2000 in der Deutschen Rallye Meisterschaft pilotieren. Leider konnte mit diesem Team keine Vertrauensbasis geschaffen werden und das Projekt platzte 3 Tage vor Abreise zur ersten Rallye. Vom Ford Werksteam "M-Sport" kam das Angebot, im Rahmen des deutschen Laufes zur Rallye Weltmeisterschaft ihren neuen Fiesta R1 zu präsentieren. Mit unserem eigenen Fiesta R2 starteten wir in der ADAC-Rallye-Masters.

  • Sieger ADAC-Rallye-Junior-Cup (Ford Fiesta R2)
  • Vizemeister ADAC-Rallye-Masters (Ford Fiesta R2)

 

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Ausgesuchte internationale Veranstaltungen (Teil 1)

Nach einer erneut "unschönen Entscheidung" aus dem Bereich Nachwuchsförderung, haben wir beschlossen bei ausgesuchten, internationalen Veranstaltungen anzutreten. Mit skandinavischen "Billig-Winterreifen" haben wir die 2-WD-Elite der FIA European Rally Championship kräftig aufgemischt und lagen trotz Reifenschäden auf Rang 2 bei der Jännerrallye. Auf den extrem anspruchsvollen WP's der Saturnus Rally in Zentral-Slowenien holten wir den R2-Sieg und einen fantastischen 6. Gesamtrang. Anschließend folgte ein ganz spontaner Start im Renault Clio R3maxi beim EM-Lauf in Tschechien. Eine der anspruchsvollsten Rallyes im Kalender und kein Testkilometer im Auto. Am Ende der Trophy-Sieg und Rang 4 in der 2-WD-Wertung.

  • 4. 2-WD Jännerrallye (AUT) FIA European Rally Championship (Ford Fiesta R2)
  • R2-Sieg + 2. 2-WD + 6. Gesamtrang Saturnus Rally (SLO) FIA European Rally Cup (Ford Fiesta R2)
  • 1. Renault Clio R3 Czech Trophy + 4. 2-WD FIA European Rally Championship (Renault Clio R3maxi)
  • 4. MMCR Tschechische Rallye Meisterschaft (2-WD)

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Ausgesuchte internationale Veranstaltungen (Teil 2)

Erneut starteten wir mit der Int. Jännerrallye in die neue Saison. Nach den Bestzeiten in den Vorjahren, wollten wir nun den Sieg beim Auftakt zur FIA European Rally Championship. Bei schwierigen Mischverhältnissen, haben wir vor WP1 mit den Reifen gepokert und promt die Strafe kassiert. Auf einer Eisplatte segelte ich ins Aus, beim der anschließenden Befreiungsaktion mit Zuschauerhilfe, wurde die Kupplung leider zu sehr beansprucht und wir mussten aufgeben. Den Restart am 2. Tag beendeten wir auf Rang 2 - vor dem späteren Doppel-Europameister Zoltan Bessenyey. Der nächste große Auftritt war ein Gaststart im Drive DMACK Fiesta Shoot Out beim deutschen Lauf zur Weltmeisterschaft. Nicht weniger als 17 identische Ford Fiesta R2 mit DMACK Reifen und internationalen Top-Fahrer. Unglücklicherweise brachte unser Motor nicht mehr die volle Leistung und wir mussten mit stumpfen Waffen kämpfen. Rang 8 in der Fiesta-Wertung - noch vor Max Vatanen - war dafür kein schlechtes Ergebnis. Anschließend brauchten wir einen neuen Motor.

  • 2. 2-WD Jännerrallye (AUT) FIA European Rally Championship day 2 (Ford Fiesta R2)