36. Int. Rally Waldviertel (AUT)

GLÜCK IM UNGLÜCK BEIM ERT-FINALE

Wir wussten es wird nicht leicht, dennoch traten wir die Reise nach St. Pölten/Krems mit einem klaren Ziel an.

Zu wenig Grip auf der Vorderachse und ein schleichender Plattfuß kosteten am Freitag Zeit. Nach einer Setup-Änderung lief es am Samstag deutlich besser. Wir machten Attacke, rückten auf Rang 2 der ERT3-Final-Wertung vor und konnten den Rückstand auf unseren Titel-Konkurrenten Filip Mares auf 15 Sekunden reduzieren.

Auf Asphalt funktionierten unsere Reifen nicht so gut, daher ein erneuter Zeitverlust auf WP 9. ABER: Aufgrund eines Unfalls von Mares' Teamkollegen mussten wir auf der vorangegangen WP die Geschwindigkeit stark reduzieren, wodurch noch eine Zeitgutschrift ausstand.

Vor WP10 ging ich Risiko und hab den Luftdruck vorne minimiert, um auf dem Asphaltstück am Ende der langen Strecke noch genügend Grip zu haben. Das funktionierte - allerdings nur bis zur Zielkurve. Ohne wirkliche Vorankündigung waren die Reifen zu heiß und das Auto lenkte nicht in die Kurve ein. Unglücklicherweise befand sich an der Außenseite ein ca. 5 Meter hoher Abhang über den wir kopfüber in einen Weinberg gefallen sind und nach einer weiteren Rolle auf dem Dach liegen blieben...

Am Auto entstand kein großer Schaden - der Überrollkäfig und die Technik sind absolut unbeschädigt. Obwohl das Ziel somit nicht erreicht wurde, bin ich absolut nicht unglücklich.

Ich als Fahrer hab mein bestes gegeben, ebenso wie meine Co-Pilotin und mein Team im Service. Wir - als einzige auf DMACK-Reifen - haben mit dem alten Fiesta R2 gegen modernere und teurere R2/R3-Autos kämpfen können!

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