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Willkommen in meiner "FANZONE" - hier seht ihr was sonst noch so geschieht!

20160918_165546Ereignisreicher Herbst

Nachdem sich die Anzahl der Läufe zur FIA Central Rally Trophy gegenüber ersten Angaben plötzlich verdoppelt hatten, mussten wir von einem Start beim deutschen Lauf zur Rallye Weltmeisterschaft absehen. Dennoch war ich vor Ort um im Team Neuville/Heigl meine Unterstützung zu leisten.

Eine Woche später war ich mit Mercedes Benz Driving Events in der Schweiz als Instruktor im Einsatz. Am Sonntag darauf holte ich mit dem Ford Escort MK2 RS2000 von meinem Vater den ersten Gesamtsieg beim Slalom des AMC Regen, bevor es am Donnerstag zum Nürburgring ging um wieder für Mercedes zu arbeiten.

Nach 3 Tagen Zuhause – ich muss ja meinem „normalen Job“ auch noch nachkommen – ging es mit Mercedes in die Ukraine. „Mercedes Benz Master Pieces“ oder intern auch „Osteuropa-Tour“ genannt, eine sehr interessante Erfahrung und schöne, wenn auch arbeitsreiche 10 Tage. Keine 12 Stunden daheim und schon ging’s Richtung Porec/Kroatien zur nächsten Rallye.

Vor der 3-Städte Rallye standen noch 2 weitere Wochenenden als Instruktor auf dem Programm. Eins davon in Luxemburg als Drifttaxi mit AMG C63s – ja es gibt durchaus schlimmeres – und das Zweite bei einem Event im Rheinland.

50 Jahre FORD Autohaus Unrecht in Tittling

Am 09. und 10. Juli gab es Grund zu feiern. Bereits seit 50 Jahren hat das Autohaus Unrecht einen Vertrag mit der Ford Motor Company. Am Standort in Tittling, etwa 15 Minuten nördlich von Passau, wurden zum Feiern eingeladen. Die zahlreich erschienenen Gäste wurden mit verschiedenen Attraktionen bespaßt. Natürlich war auch unser Rallye-Auto im neuen Design zu begutachten. Das traumhafte Sommerwetter war noch das Tüpfelchen auf dem i.

 img_20160428_092351Rallye-Testtag Weiz

Drei Wochen nach der Team-Präsentation machten wir uns auf den Weg zu einem Test in der Nähe von Weiz in der Steiermark. Der „R2.2“ – so unser Name für den zweiten R2 im Hause – war zur Team-Präsentation zwar fahrfertig, aber noch nicht rallyefertig. Schlaf wird überbewertet, neue Wohnung und Platz in der Werkstatt braucht auch keiner…

Es war gut, 7 ½ Monate nach dem Highspeed-Crash mal wieder mit Helm und Schrieb im Auto zu sitzen und eine „echte WP“ zu fahren. Leider stellten wir weitere Probleme am R2.2 fest und zwar im Bereich Motor/Benzinversorgung. Zumindest konnten wir ein paar Durchgänge fahren und neben dem Gefühl auch Daten zur späteren Auswertung sammeln.

Es folgten – Überraschung – drei weitere sehr arbeitsreiche Wochen, um bei der Velenje Rallye in Slowenien am Start stehen zu können. Ohne die Hilfe von Andreas Kurz, meinem Vater, meinem Bruder, Herbert Röhringer und dem Ford Autohaus Unrecht, wäre das auch nicht möglich gewesen. Bis auf den Motor – lt. Info vom Verkäufer frisch revidiert – haben wir wirklich alle Teile am Auto getauscht oder verbessert.

Unter „Berichte“ könnt ihr nachlesen, wie unsere Saison mit dem neuen Auto so lief 🙂

sulzinger-rallye-tag-138Team-Präsentation 2016

Lange Tage und kurze Nächte lagen hinter uns, um den Fiesta R2 fertig zu bekommen. In der Nacht vor der Team-Präsentation saß ich noch bis 3 Uhr morgens vor PC, um den geladenen Gästen am nächsten Morgen nicht nur ein Rallyeauto, sondern auch eine Präsentation zeigen zu können.

Neben tollem Wetter erschienen auch die Gäste zahlreich. Zusammen mit meinem ehemaligen Beifahrer Peter Spannbauer stellte ich unser Team und den Werdegang vor. Dann ging es mit Shuttle-Bussen ins nur wenige Kilometer entfernte Kieswerk Krenn. Dort hatten die Gäste die Möglichkeit, eine Runde mit mir auf Schotter zu drehen und so einen Eindruck vom Rallyesport zu bekommen.

Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg ins Autohaus Unrecht, wo auch bereits unsere beiden Ehrengäste, der Kabarettist Django Asül und die Rallye-Legende Walter Röhrl auf uns warteten. Es folgte die Vorstellung unseres 2016er Projektes „FIA European Rally Trophy“ und ein gemeinsames Mittagessen. Im Anschluss wurden noch viele viele Fotos geschossen – Danke an Uschi Spannbauer & Schosl Gerleigner – und jeder lauschte gespannt den Geschichten vom zweifachen Rallye-Weltmeister.

gopr1429„Kurztrip“ nach Norwegen

Noch vor dem Test im R5 gab es einen weiteren Test mit einem TOP-Auto und Ideen über ein Projekt für 2016. Allerdings wackelte dieses Projekt wegen Ungewissheit über die Auftragslage der involvierten Firma. Somit entschieden wir einen „Plan B“ ins Auge zu fassen. Der Ausbau der neuen Wohnung und die Fertigstellung zum Verkauf von anderen Fahrzeugen standen eigentlich dick im Terminplan. Somit entschieden wir uns dafür nicht den Unfall-R2 wieder Aufzubauen, sondern einen anderen zu kaufen. Fündig wurden wir in Norwegen. Vorab informierten wir uns über die Abwicklung beim Zoll und TÜV. Unterschiedliche Auskünfte sorgten für eine verspätete Abreise. Dennoch machten uns mein Vater, mein Bruder und ich am 3-Königstag zu dritt auf den Weg, um den rund 1.700km entfernten Fiesta R2 abzuholen.

Um den Trip innerhalb 2 Tagen absolvieren zu können, entschieden wir auf Komfort zu verzichten und mit dem Fahrzeugtransporter ohne Geschwindigkeitsbegrenzung zu fahren. Bis auf die Verspätung lief die Anreise problemlos. Irgendwo mitten in Schweden entschieden wir uns für ein paar Stunden Schlaf im Fahrzeug. Oben angekommen – bei rund -20°C – begutachteten wir das Auto und ich machte eine kurze Probefahrt. Anschließen haben wir das Auto verladen und machten uns auf den Heimweg.

Dann kamen wir zum Zoll….

Hier erklärte man uns, dass wir zwar – wie vorab informiert – die Verzollung im Zollamt Passau abwickeln können. ABER hier trotzdem für den kompletten Brutto-Kaufpreis die Zollgebühr bezahlen müssen, obwohl vorher anders informiert, obwohl das Fahrzeug bereits in der EU angemeldet war…. Es folgten Diskussionen und Telefonate – zwecklos. Natürlich hatten wir weder so viel Bargeld mit uns, noch ein übriges Kreditkartenlimit in der Höhe. Wir mussten uns in Norwegen ein Hotel suchen, am nächsten Morgen mit der Bank telefonieren und auf Bestätigungen warten, ehe wir dann endlich in die EU einreisen durften. Böse Zungen behaupten Menschen ohne Papiere illegal nach Deutschland zu bringen wäre einfacher….

Nach 3 langen langen Tagen und Nächten waren wir wieder Zuhause. Beim Vorführen im Zollamt Passau – ja natürlich ist das zusätzlich nötig – erklärte man uns dann auch, dass wir die komplette Zollgebühr zurückerstattet bekommen. Obwohl das Auto vorher schon mal in die EU eingeführt wurde… Gut. Natürlich waren heiß drauf, den neuerworbenen R2 genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Feststellung? Es ist nicht alles Gold das glänzt! Neben dem Lack im Innenraum, welche bei Temperaturen ab +5°C an den Händen kleben blieb, gab es noch die ein oder andere Überraschung…

Also Auto komplett zerlegen, mit Waschverdünnung den Lackierversuch innen abwaschen, alles anschleifen und neu lackieren. Im Grunde haben wir das Auto komplett NEU aufgebaut. Immer wieder entdeckten wir Schnitzer und so war für tägliche Arbeit bis zur Team-Präsentation am 02. April gesorgt.

20151211_085406Einladung zum Fiesta R5evo–Test in England

Seit mehreren Jahren pflegen wir guten Kontakt und eine gute Zusammenarbeit mit der Ford Werksmannschaft „M-Sport“ in England, respektive in Polen. Im Dezember 2015 folgte die Einladung zum Kundentest der neuen Evo-Stufe der R5-Variante des Fiesta’s. Zusammen mit Jan Sykora und seinem Car-Chief Alex – die in Tschechien einen Fiesta R5 einsetzen – flog ich so 1 Woche vor Weihnacht in den Norden Englands.

Am nächsten Morgen stand die Testfahrt auf dem Kirkbride Airfield an, wozu M-Sport ihre R5-Kunden lud. Es freute mich natürlich sehr, die Chance zu haben das heiße, knapp 300-PS-Turbo-Allrad-Gerät fahren zu dürfen. Auch wenn es nur ein kurzer Test war, so machte es mächtig Spaß und ich fühlte mich auf Anhieb sehr wohl im Auto – OK, ich hab mich sofort in das Auto verliebt!

Der Heimweg war dann etwas länger als geplant. Leider versäumten wir Aufgrund eines Staus bei Manchester unserem Flug um wenige Minuten. Somit mussten wir einige Stunden später statt nach München, nach Prag fliegen – unsere Autos standen allerdings in München. Zum Glück holte uns Jans Freundin dort ab und wir machten noch einen Abstecher nach Pilsen, um einen Rallye-Simulator zu testen.